Die Bundesförderung für Sanierung und Heizungstausch ist für 2026 weitgehend ausgeschöpft. Ab 2. November 2026 gibt es aber eine Neuauflage für den Tausch fossiler Heizungen in Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern – die Registrierung ist nur bis Jahresende möglich. Ab Jänner 2027 wird die Sanierungsoffensive fortgeführt. Hier finden Sie den aktuellen Stand und unsere Tipps, wie Sie eine Sanierung gut planen.
Sanierungsoffensive: der Stand im Herbst 2026
Die Sanierungsoffensive ist die Förderung des Bundes für thermische Sanierungen und den Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf klimafreundliche Heizsysteme. Abgewickelt wird sie über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Die Mittel für 2026 waren bereits im Sommer vergeben.
Datum
Was gilt
10. Juli 2026
Budget der Sanierungsoffensive 2026 ausgeschöpft – keine neuen Registrierungen; bestehende Registrierungen bleiben gültig
7. Oktober 2026
Ab diesem Tag erbrachte Lieferungen und Leistungen werden für die Neuauflage Kesseltausch anerkannt
2. November 2026
Start der Registrierung für die Neuauflage Kesseltausch (Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser)
31. Dezember 2026
Ende der Registrierung für die Neuauflage
4. Jänner 2027
Sanierungsoffensive 2027: Anträge möglich, Bedingungen werden noch veröffentlicht
Heizungstausch: Neuauflage bis Jahresende
Gefördert wird der Tausch eines fossilen Heizungssystems, etwa einer Öl- oder Gasheizung, in Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern. Wer den Umstieg plant, sollte sich ab 2. November rasch registrieren – die Registrierung ist nur bis 31. Dezember 2026 möglich. Förderhöhe und genaue Bedingungen der Neuauflage veröffentlicht die KPC auf sanierungsoffensive.gv.at.
Thermische Sanierung: Ausblick auf 2027
Für Dämmung, Fenstertausch oder Dachsanierung können derzeit keine neuen Anträge beim Bund gestellt werden – der Sanierungsbonus 2026 ist beendet. Die Sanierungsoffensive wird 2027 fortgeführt; Anträge sind ab 4. Jänner 2027 möglich. Wer im kommenden Jahr sanieren möchte, kann die Zeit nutzen, um Angebote einzuholen und das Vorhaben zu planen.
Förderungen der Länder
Zusätzlich zur Bundesförderung unterstützen die Länder Sanierungen und den Heizungstausch mit eigenen Programmen – in Oberösterreich etwa über die Wohnbauförderung des Landes und die Energieberatung des OÖ Energiesparverbands, in Niederösterreich über die Wohnbauförderung und die Energieberatung NÖ. Bedingungen und Beträge ändern sich laufend. Lassen Sie sich vor Beginn der Arbeiten beraten, denn viele Förderungen setzen einen Antrag vor Baubeginn voraus.
Wie aus alten Häusern wieder ein gutes Zuhause wird
Viele Eigenheime in Oberösterreich haben Jahrzehnte auf dem Buckel. Wer sie kauft oder erbt, möchte sie meist vor dem Einzug modernisieren. Viele Gebäude stammen aus den 1970er oder 1980er Jahren, wurden von älteren Eigentümern bewohnt und in den vergangenen Jahrzehnten kaum saniert. Zudem entsprechen Grundrisse oft nicht mehr den heutigen Ansprüchen – kleine Küchen und schmale Zimmer waren damals üblich. Heute wünschen sich Käufer offene, helle Wohnbereiche und eine energieeffiziente Haustechnik.
Planung spart Zeit und Geld
Bevor die Arbeiten starten, steht die Bestandsaufnahme an. Architekten oder Bauingenieure helfen, die Bausubstanz zu prüfen und den Umfang der Maßnahmen festzulegen. Auf dieser Basis entsteht ein realistischer Kostenplan – mit einem Puffer für Unvorhergesehenes. Klären Sie dabei auch gleich, welche Förderungen in Frage kommen und welche Fristen gelten.
„Viele Käufer haben ihr Erspartes bereits in den Ankauf investiert. Umso wichtiger ist eine genaue Kalkulation – und die Möglichkeit, die Baufinanzierung mit einem Modernisierungsdarlehen zu kombinieren, sofern es sich um wertsteigernde Maßnahmen handelt.“
Roman Sonnberger, Geschäftsführer von ITH Sonnberger
Eigenleistung: realistisch bleiben
Wer selbst Hand anlegen möchte, sollte seine Fähigkeiten ehrlich einschätzen. Kleinere Arbeiten wie Malen oder Bodenverlegen lassen sich meist gut selbst erledigen. Bei Bädern, Elektroinstallationen oder Heizungen ist der Fachbetrieb gefragt – schon wegen Gewährleistung und Sicherheit. Für Förderungen ist die Ausführung durch einen Fachbetrieb häufig ohnehin Voraussetzung.
Auch rechtlich gilt es, einiges zu beachten: Für größere Umbauten wie Dachausbauten, Wintergärten oder Eingriffe in die Fassade ist meist eine Baubewilligung nötig. Sie wird von der Gemeinde nach Prüfung erteilt – erst danach darf mit dem Bau begonnen werden.
Energieeffizienz zahlt sich aus
Eine Sanierung bietet die Chance, das Haus fit für die Zukunft zu machen. Dämmung, neue Fenster oder ein modernes Heizsystem senken den Energieverbrauch und verbessern die Werte im Energieausweis. Das wirkt sich auch auf den Wert der Immobilie aus: Käufer achten zunehmend auf Heizung und Energiekennzahlen.
Kurz zusammengefasst
Das Budget der Sanierungsoffensive 2026 ist ausgeschöpft.
Neuauflage Heizungstausch: Registrierung von 2. November bis 31. Dezember 2026, Leistungen ab 7. Oktober 2026 anerkannt.
Thermische Sanierung: neue Anträge ab 4. Jänner 2027 im Rahmen der Sanierungsoffensive 2027.
Länderförderungen in Oberösterreich und Niederösterreich zusätzlich prüfen – oft ist der Antrag vor Baubeginn nötig.
Gute Planung, ein realistischer Kostenplan und Fachbetriebe sind die Basis jeder Sanierung.
Ihr nächster Schritt
Mehr zu Ablauf, Kosten und Prioritäten lesen Sie in unserem Ratgeber Sanieren. Sie überlegen, ob sich die Sanierung vor einem Verkauf lohnt? Dann starten Sie mit einer Bewertung Ihrer Immobilie – wir besprechen gerne mit Ihnen, welche Maßnahmen den Wert tatsächlich steigern.
Stand: Oktober 2026. Förderbedingungen können sich kurzfristig ändern. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Förderberatung; verbindliche Auskünfte erteilen die Förderstellen.
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